TECHNIK · DETAIL
Holzlamellen sind heute überall: Raumteiler, Kopfteile, Decken, Theken, Fassaden. Hinter ihrer scheinbaren Schlichtheit — ausgerichtete Holzlatten — steckt echte Werkstattdisziplin.
Lamellen filtern Licht und Blicke, ohne abzuschotten. Sie strukturieren ein Volumen, verbergen eine Tür oder einen Technikschrank und geben einer flachen Fläche Rhythmus. Akustisch brechen sie den Nachhall. Optisch bringen sie Wärme, ohne zu beschweren.
Alles hängt von der Regelmäßigkeit ab: dem Lattenabstand, der Rechtwinkligkeit, der Kontinuität der Holzmaserung von einer Latte zur nächsten. Ein gelungener Raumteiler wirkt wie ein einziges Stück, nicht wie eine Montage. Das erfordert präzisen Zuschnitt, Holz aus derselben Charge und millimetergenaue Montage.
Eine schlecht befestigte Lamelle bewegt sich, gerät aus der Flucht, sammelt Staub. Wir konzipieren die verborgene Unterkonstruktion und unsichtbare Befestigungen, damit das Ganze über die Zeit präzise bleibt — und bei Bedarf demontierbar. Das ist der Vorteil einer Werkstatt, die entwirft, fertigt und montiert: Zwischen Zeichnung und Wand bleibt nichts dem Zufall überlassen.